Risikolebensversicherung

Die Risikolebensversicherung zählt zu den beliebtesten Versicherungen überhaupt. Dieser Klassiker der Branche ist seit vielen Jahren kaum mehr wegzudenken. Doch wie kommt das und worum handelt es sich eigentlich genau? Worauf sollte man beim Abschluss einer entsprechenden Police besonders achten und was hat es mit der Gesundheitsprüfung auf sich?

Wer seine Familie schützen möchte, entscheidet sich nicht selten für die Risikolebensversicherung. Das ist auch kein Wunder denn schließlich ist dieses vielseitige Produkt die beste Möglichkeit überhaupt, seine Familie vor dem finanziellen Ruin zu schützen wenn man unerwartet früh stirbt. Doch wie errechnet sich eigentlich die Beitragssumme und wieso ist diese bei manchen Menschen viel höher als bei anderen angesetzt? Welcher Versicherer bietet die günstigsten Konditionen und wo findet man die entsprechenden Anbieter? Diese Fragen sollte man sich auf jeden Fall stellen, bevor man sich entscheidet. Schließlich haben solche Verträge oft eine Laufzeit von vielen Jahrzehnten und man möchte natürlich nicht unnötigerweise viel Geld ausgeben wenn man die gleichen Leistungen auch günstiger kriegen könnte.

Zuächst sollte man sich die Frage stellen, ob man sich für einen so genannten Filialversicherer entscheidet oder ob nicht vielleicht die Direktversicherer die bessere Alternative darstellen. Doch wo liegen überhaupt die Unterschiede? Wie der Name schon sagt handelt es sich bei den klassischen Fililaversicherern um Unternehmen, die viele verschiedene Filialen betreiben und zwar überall in Deutschland. Neben diesen Kosten (Mieten und dergleichen) fallen noch weitere Gebühren für Mitarbeiter, Vertreter und einigen anderen Dingen an. Im Endeffekt werden diese Kosten an den Kunden weitergegeben, was sich durch höhere Beiträge bemerkbar machen kann. Positiv hervorzuheben ist jedoch die Tatsache, dass man immer einen persönlichen Ansprechpartner direkt vor Ort hat. Vielen Menschen ist diese Möglichkeit äußerst wichtig denn schließlich geht es beim Abschluss einer Versicherung auch um Vertrauen.

Ganz anders verhält es sich hingegen bei den so genannten Direktversicherern. Diese bieten ihre Produkte ausschließlich im Internet an und können somit viele Kosten einsparen. Davon profitiert der Kunde denn in der Regel fallen die Beiträge hier etwas niedriger aus. Wer sich Sorgen macht, dass man im Schadensfall vielleicht keinen persönlichen Ansprechpartner hat, kann diese Gedanken getrost über Bord werfen. Denn grade für Versicherer gelten besonders strenge Vorschriften und sie müssen immer in der Lage sein, auch im Extremfall für die Kosten aufkommen zu können. Hinzu kommt der Vorteil, dass die Unterlagen alle im Normalfall bequem online angefordert werden können, manchmal kann man bestimmte Verträge schon im Internet abschließen. Eine persönliche Unterschrift ist aber dennoch immer erforderlich.

Bei der Risikolebensversicherung verhält es sich folgendermaßen: Der Versicherungsverein versichert das Risiko eines frühen Todes. Davon profitiert jedoch nicht der Versicherungsnehmer sondern die begünstigte Person im Vertrag. Meistens handelt es sich dabei um den Ehepartner oder die Ehepartnerin. In manchen Fällen sind auch Kinder oder andere Verwandte eingetragen. Grade für Menschen, die mit ihrem Gehalt wesentlich zur Existenz der Familie beitragen, lohnt sich also eine solche Versicherung. Nicht selten bedeutet der frühe Tod eines Angehörigen nämlich den finanziellen Ruin der gesamten Familie. Kredite und andere Verbindlichkeiten können in den meisten Fällen nicht mit nur einem oder gar keinem Gehalt beglichen werden und unter Umständen steht die Familie somit vor den Ruinen der eigenen Existenz. So kommt es beispielsweise nicht selten zur Zwangsversteigerung des Hauses und zu anderen Problemen finanzieller Natur. Diesem Problem kann man mit dem Abschluss einer entsprechenden Police also entgegenwirken.

Was hat es mit der Gesundheitsprüfung auf sich? Diese Frage hört man immer wieder im Zusammenhang mit der Risikolebensversicherung. Um errechnen zu können, wie hoch das Risiko für den Versicherer ist, muss zunächst die körperliche Verfassung des Versicherungsnehmers bewertet werden können. Bei einer Versicherungssumme unter 300.000 Euro verzichtet man in den meisten Fällen auf eine Gesundheitsprüfung beim Arzt. Immer zu beantworten sind jedoch die so genannten Gesundheitsfragen des Versicherers. Der Antragssteller muss beispielsweise Auskunft über seine Lebensgewohnheiten geben. Ist man Raucher? Welche Körpergröße erreicht man und wie hoch ist dabei das Gewicht? Leidet man unter bestimmten Krankheiten? Gibt es Erbkrankheiten in der Familie?

Natürlich ist das Risiko eines frühen Todes bei einem übergewichtigen Raucher um ein vielfaches höher als bei einem sportlichen Nichtraucher. Anhand der Antworten wird dann der Beitrag berechnet. Übrigens spielen noch andere Faktoren wie beispielsweise gefährliche Extremsportarten und dergleichen eine Rolle. Bei der Beantwortung der Fragen sollte man immer ehrlich sein. Ansonsten macht man sich nicht nur des Versicherungsbetruges strafbar sondern muss im Schadensfall auch damit rechnen, dass keine Leistung erbracht wird.

Bei einer Versicherungssumme von über 300.000 Euro ist in der Regel neben den Gesundheitsfragen auch ein Besuch beim Arzt angesagt. Dieser untersucht den Patienten und gibt dem Versicherer detaillierte Auskunft über die körperliche Verfassung des Antragstellers. Auch psychische Erkrankungen können übrigens eine Rolle spielen denn diese wirken sich nicht selten auch auf den Körper aus. Es konnte beispielsweise ein Zusammenhang zwischen Depressionen und Erkrankungen des Herzens festgestellt werden. Auch hier sollte man also immer ehrlich sein denn ansonsten könnte sich das für die Angehörigen unter Umständen bitter rächen.

Wer Kinder plant oder wenn sich die Lebensumstände auf eine andere Art ändern, kann übrigens oft mit dem Versicherer neue Konditionen aushandeln. Wenn Nachwuchs ansteht, empfiehlt es sich zum Beispiel oft, die Versicherungssumme anzuheben. Das ist sogar in den meisten Fällen ohne zusätzliche Gesundheitsprüfung möglich. Man kann also sagen, dass sich die zu zahlenden Beiträge an der Gesundheit des Versicherten und auch an der Versicherungssumme orientieren. Wer also gesund lebt, zahlt oft nur einen Bruchteil des Beitrages. Grade das Rauchen und Übergewicht lassen den Beitrag oft in die Höhe schießen. Dabei wird vorallem das Rauchen als gefährlicher bewertet als alle Extremsportarten. Mit dem Rauchen aufzuhören lohnt sich also auch in Anbetracht dieser Tatsache. Als Nichtraucher gilt übrigens, wer bereits seit mehr als einem Jahr keinen Tabak mehr konsumiert hat.

Was kann man also zusammenfassend über die Vorteile der Risikolebensversicherung sagen? Diese Versicherung ist äußerst flexibel da auch im Nachhinein und ohne erneute Gesundheitsprüfung die Versicherungssumme angepasst werden kann. Wer also seine Familie schützen möchte, sollte über den Abschluss einer solchen Police nachdenken. Der interessierte Leser findet zu diesem Thema zahlreiche Informationen im Internet und kann die verschiedenen Anbieter miteinander vergleichen denn nur so findet man die Versicherungsgesellschaft mit den günstigsten Tarifen und den besten Konditionen.